Wiedereinstieg
Thursday, 22 December 2011 13:53
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Hallo liebe Leser,

 

wie die meisten von euch wahrscheinlich schon erfahren habe, bin ich vergangenen Sonntag beim Weltcuprennen in Namur wieder in den Rennbetrieb eingestiegen.

Schon vorher wusste ich, dass das nicht das einfachste Rennen sein würde um wieder zu beginnen, jedoch ist so ein Neustart immer sehr schwer.

Um ehrlich zu sein hatte ich die ganze Situation aber in wenig unterschätzt, das mir die Top 20 schon gleich nach dem Start wegfahren hätte ich nicht gedacht.

Auf dem sehr profilierten Parcours, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichten Schneeschauern hatte ich mir aber vorgenommen, so schnell wie möglich mein Tempo zu suchen um dann zu probieren das Rennen mit einer vernünftigen Platzierung zu beenden.

Den 27. Platz, der am Ende für mich herauskam lasse ich als vernünftige Platzierung gelten.

Bei der Auswertung der Rundenzeiten, die auf der Seite der UCI jeder einsehen kann, fiel mir auf, dass die beiden Erstplatzierten Nys und Albert in der letzten Runde über eine Minute schneller fuhren als ich. Natürlich war diese Runde eine Ausnahme, in den sieben Runden davor verlor ich insgesamt „nur“ drei Minuten, trotzdem würde ich mir wünschen, in absehbarer Zeit diesen Rückstand aus einer Runde auf ein ganzes Rennen verteilen zu können.

 

Um an diesem Ziel zu arbeiten startete ich am Dienstag gleich beim nächsten Rennen im nordniederländischen Surhuisterveen.

Die Strecke dort bestand größtenteils aus völlig durchweichten Wiesenstücken, auf denen man entweder laufen oder mit „Laufgeschwindigkeit plus 1km/h“ fahren musste, jedenfalls in meinen Fall.

Meine Beine waren natürlich noch nicht wieder vollständig erholt vom Rennen am Sonntag, was ich deutlich fühlte.

Das Ergebnis war dann auch dementsprechend.

Natürlich ist das aber noch kein Grund zur Unruhe. Nach diesen zwei sehr schweren Rennen kurz hintereinander kann ich mir nun zwei ruhigere Tage gönnen, um dann am Freitag in Diegem hoffentlich schon ein besseres Gefühl zu haben.

 

In der nächsten Woche stehen dann, wie traditionell um diese Jahreszeit, in Belgien sehr viele Rennen an. Mein Programm sieht bis jetzt aus wie folgt.

 

          23.12. Superprestige Diegem

          26.12.Weltcup Zolder

          28.12. GvA Loenhout

          30.12. Fidea Classics Leuven 

          1.1.     GvA Baal

 

Die Chancen, dass ich vor den Deutschen Meisterschaften in meiner Heimatgemeinde Kleinmachnow noch etwas von mir hören lasse stehen relativ gut.

 

Bis dahin viele Grüße

 

Philipp

 
Bericht aus Spanien
Sunday, 04 December 2011 16:52
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Hallo liebe Leser,

 

wie bereits im vorigen Eintrag geschrieben bin ich momentan mit meinen Teamkollegen in unserem Stammhotel im spanischen Benicassim.

 

Soeben haben wir sozusagen die erste Trainingswoche abgeschlossen, in meinem Fall mit einem Grundlagentraining von fünf Stunden.

Natürlich muss ich hier ein wenig anders trainieren als die anderen Fahrer, die bis auf den anderen „Invaliden“ im Team, alle voll im Rennbetrieb sind. Wodurch ich ab und an einmal eine ruhige Stunde dranhängen muss während der Rest sich den Nachmittag mit (Lauf-)Intervallen oder anderen Späßen vertreibt.

 

In den ersten Tagen hier in Spanien musste ich leider feststellen, dass ich mit einem noch schlechteren Gefühl als gedacht aus meiner „Viruspause“ kam.

Irgendwie musste ich die Beine bei jedem Tritt extra überreden weiterzumachen.

Natürlich war es aber nötig, ruhig zu bleiben und nicht zu versuchen am Berg vielleicht mal bis zum Anschlag bei den Ersten zu bleiben, in der Hoffnung die Beine würden dann besser werden.

Denn wovon sollten die unter Gewalteinwirkung besser werden?

 

Die einzige Lösung dieses Problems hieß anscheinend Geduld, in welcher ich mich dann auch mit hoffnungsvollem Resultat übte.

So wurden die Beine von Tag zu Tag besser und die Zeit am Anfang des Trainings, in der ich mich frisch und gut fühlte dauerte auch immer länger.

Nichtsdestotrotz gibt es aber noch keinen Anlass irgendetwas zu überstürzen.

Mein Trainingsrückstand ist noch immer deutlich und ich werde auch in der nächsten Woche erstmal nur lang und langsam fahren und vielleicht einmal die Berge bis ganz oben mit den Guten mitfahren.

Einmal zurück auf belgischem Boden werde ich dann wahrscheinlich wieder intensiver trainieren und dann schauen wie mein Körper darauf reagiert.

Um das Eingemachte in diesem Blog nicht völlig zu übergehen verrate ich noch, dass ich einen Start beim Weltcup in Namur am 18.11. als Option sehe. Mit dieser Auskunft habe ich aber auch schon mein ganzes Wissen bezüglich Rennwiedereinstieg preisgegeben.

 

„Wij zullen zien“ wie Zdenek Stybar in zahlreichen Interviews zu sagen pflegt.

 

Bis zum nächsten Mal

 

Gruß

 

Philipp